#Zamhelfen Berchtesgadener Land

von |März 31st, 2021|

1.500 Euro Spende für den Förderverein „Sport Talent“
Wie wichtig es ist zusammenzustehen, füreinander da zu sein und sich gegenseitig Mut zu machen, haben die vergangenen Monate mehr denn je gezeigt. Vor allem die Kinder und Jugendlichen leiden stark unter der Coronakrise. Der Sport hat in diesen Zeiten einen unschätzbaren Wert und daher haben die Initiatoren der Zamhelfen-Plattform (zamhelfen.de) eine Charity-Aktion ins Leben gerufen. Durch den Verkauf des „G‘sunda Berchti“-Tees von der Chiemgauer Teemanufaktur Bioteaque werden die Kinder und Jugendlichen im Landkreis unterstützt.
Eine großartige Summe von 1.500.– € wurde nun von Armin Wagner, Geschäftsführer von Bioteaque an die beiden Ausnahmerodler Natalie Geisenberger und Felix Loch stellvertretend für den „Sport-Talent Förderverein Talentzentrum Wintersport Berchtesgaden e.V.“ übergeben.
Alexander Resch, Vorsitzender von Sport Talent freut sich über die Unterstützung: „Gerade in diesen – für uns alle schwierigen Zeiten – freut es mich besonders, dass der Sport nicht vergessen wird. #Zamhelfen im wahrsten Sinne des Wortes ist eine wunderbare Aktion! Herzlichen Dank an Armin Wagner von der Bioteaque und das Team von SCHOKO communications für die Unterstützung unserer Kinder und Jugendlichen!“
„Seit Jahren unterstützen wir mit unserer Bioteaque-Sportfamilie herausragende Spitzensportler in den verschiedensten Disziplinen. Sie sind mit ihren Erfolgen Vorbilder für uns alle. Es macht mich stolz, vor allem in diesen Zeiten, mit dieser Spendenaktion nun die nächste Generation unterstützen und einen kleinen Beitrag leisten zu können“, so Armin Wagner.
„Vor allem die Kinder und Jugendlichen sind von Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie besonders betroffen. Auch wenn wir mit der Spendenaktion daran nichts ändern können, so soll es nach den Öffnungen nicht auch noch am Geld fehlen, um den Nachwuchs zu unterstützen und zu fördern. Wir freuen uns riesig, dass so viele unserem Spendenaufruf gefolgt sind. Vielen Dank fürs ‚zamhelfen‘ “, so Lisa Loch, […]

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Rennrodel-, Bob- und Skeleton-Weltcups 2021 am Königssee unterstützen mit tollen Aktionen den Förderverein

von |Januar 28th, 2021|

Die Corona-Pandemie beherrscht nach wie vor die Schlagzeilen und macht vor allem dem Sportnachwuchs durch Home-Schooling und dem daraus resultierenden Trainingsverbot regelmäßigem Vereins-Sport einen Strich durch die Rechnung. Während die Winterleistungssportlerinnen und -sportler größtenteils “berufsbedingt” und aufgrund strenger Hygienemaßnahmen ihrem Sport nachgehen können, ist der Sportnachwuchs weiterhin davon ausgeschlossen. Der Förderverein im Berchtesgadener Talkessel, der sich unter anderem durch Sponsorengelder und Events wie der Sport-Gala oder der Kinder- und Jugendolympiade finanziert, steht nach wie vor vor einer finanziellen Herausforderung.

Umso wichtiger sind die Aktionen, die derzeit an der Kunsteisbahn am Königssee bei den Rennrodel-, Bob- und Skeleton-Weltcups sowie bei der 50. FIL Rennrodel-Weltmeisterschaft organisiert werden.

Familie und Freunde dank LOTTO Bayern Fan-Aktion auf Tribüne dabei

Corona-bedingt dürfen bei den diesjährigen internationalen Rennen der Kufensportler keine Zuschauer, Fans, Freunde und Familien die Athletinnen und Athleten unterstützen und anfeuern. Doch dank der LOTTO Bayern Fan-Aktion können sie auf Großplakaten auf der Tribüne mit dabei sein. Ca. 400 Fans haben mitgemacht und ihr Foto und Motivationssprüche auf die extra eingerichtete Online-Plattform geladen. Auf mehreren Großbannern sind sie “live” mit dabei und hängen an der Zieltribüne als “virtuelle” Fans.

WM Wein 2021 überstützt Sport-Talent

Zum dritten Mal nach 2016 und 2017 gibt es anlässlich der 50. FIL Rennrodel Weltmeisterschaft mit dem „Zweigelt 2017 Reserve“ vom Winzerhof Steinbatz aus Brunn im Felde im Kremstal einen eigenen WM-Wein. Dieser im Holzfass gereifte Zweigelt hat eine limitierte Auflage von 599 Flaschen. Er zeigt sich im kräftigen Rubingranat mit violetten Reflexen. Das Bukett besticht durch schwarze Beerenfrucht sowie einer zarten Nougatnote mit angenehmer Würze im Abgang nach Kirschenfrucht mit feinen Edelholzklängen. Der Wein, der auch diesmal in eine Charity-Aktion eingebunden ist, wird exklusiv beim EDEKA Hölzlwimmer in Berchtesgaden verkauft. Pro verkaufter Flasche gehen fünf Euro an Sport-Talent.

Auch dieses […]

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Berchtesgadener Online-Plattform #Zamhelfen startet Charity-Aktion zur Fördervereins-Unterstützung in der Corona-Krise

von |Dezember 4th, 2020|

Der „g‘sunde Berchti“ ist fruchtig, aromatisch, gesund und auch noch wohltätig: Die Rede ist von einer bayerischen Teesorte, genauer gesagt von einer Kräuter- und Früchteteekreation der Chiemgauer Tee Manufaktur „Bioteaque“. Bioteaque hat sich in Zusammenarbeit mit der Agentur SCHOKO communications eine tolle Aktion für die diesjährige Advents- und Weihnachtszeit überlegt, um die einheimische Nachwuchssport-Förderung in den aktuell schwierigen Zeiten zu unterstützen.

Denn Corona hat nicht nur die Wirtschaft eingeschränkt, sondern auch das Sportleben. Während der Profi- und Leistungssport aufgrund von ausgeklügelten Hygienestandards größtenteils stattfinden kann, wurde das Training der Nachwuchssportlerinnen und -sportler im Kinder- und Jugendbereich auf Eis gelegt. Dadurch ist es für die zahlreichen „kleineren“ Verbände eine große Herausforderung, finanziell bestehen zu bleiben, um die essentielle Nachwuchsförderung auch in Zukunft generieren zu können.

Genau an diesem Punkt setzt die Charity-Aktion mit dem „g’sunden Berchti“ an. Denn der Sport hat in diesen schwierigen Zeiten einen unschätzbaren Wert: Er trägt zum physischen und mentalen Wohlbefinden bei, bringt uns gesünder durch die kalten Wintermonate und ist besonders für den Winterleistungssport essentiell. Denn eine umfangreiche Förderung mit Nachwuchstalenten stellt die Basis für spätere Weltmeister und Olympiasieger.

Durch den Verkauf des „G‘sunda Berchti“-Tees von Bioteaque werden Kinder und Jugendliche im Landkreis unterstützt. Pro verkaufter Packung gehen 6 Euro an das Berchtesgadener Talentzentrum „Sport-Talent“.

Alexander Resch, Vorstandsvorsitzender des Talentzentrums, freut sich sehr über die Unterstützung: „Gerade in diesen – für uns alle schwierigen Zeiten – freut es mich besonders, dass der Sport nicht vergessen wird. #Zamhelfen im wahrsten Sinne des Wortes ist eine wunderbare Aktion! Herzlichen Dank an das Team von SCHOKO communications für die Unterstützung unserer Kinder und Jugendlichen!“

Nicht nur der Sport, auch die einheimischen Geschäfte und Restaurants sollen durch die Aktion #Zamhelfen in der schwierigen Corona-Zeit unterstützt werden. Die Agentur SCHOKO communications […]

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Wie ein Tiger, der aus dem Käfig will: „Sportler des Jahres“: Felix Keisinger – Junioren-Weltmeister und Weltcup-Gesamt-Vierter

von |Juni 8th, 2020|

Explosiv am Start. Wie ein Tiger, der aus dem Käfig will. Ganz ruhig am Schlitten. Athlet und Sportgerät als Einheit. Doch der von der Sport-Gala-Jury zu Berchtesgadens „Sportler des Jahres“ gekürte Felix Keisinger ist bei der Konkurrenz mittlerweile aufgrund einer ganz anderen, hervorstechenden Qualität „gefürchtet“: Spektakuläre Aufholjagden. „Das ist in letzter Zeit tatsächlich so etwas wie ein Markenzeichen geworden“, lacht der Skeleton-Pilot. Gleichwohl würde sich der Königsseer viel mehr wünschen: Zwei gleichmäßig starke Fahrten in die Eiskanäle dieser Welt zu zaubern. Durch die Tatsache, dass er bislang meist „nur“ einen guten Lauf hinbekam, blieb ihm ein Weltcup-Sieg bislang verwehrt.

Am Königssee am 24. Januar hätte Felix Keisinger gewinnen können – hätte: Denn ein Fast-Sturz nach der Kreisel-Ausfahrt machte einen Heimsieg vorzeitig, bereits nach Lauf eins zunichte. Zwischenplatz 12. Der sagenhafte Ritt im zweiten Lauf, mit einer gewissen Portion Wut im Bauch, bescherte ihm die absolute Bestzeit aller 30 Konkurrenten. Er begab sich in die Leadersbox und stellte dort einen nicht bestätigten Verweil-Rekord auf: Denn neun zuvor besser platzierte Skeleton-Herren bissen sich an „Keisis“ Top-Gesamtmarke im Anschluss die Zähne aus – und der Jubel des Jungspunds steigerte sich von Konkurrent zu Konkurrent. Lediglich Alexander Tretiakov (1.) und Olympiasieger Sungbin Yun (2.) überholten ihn danach noch aufgrund ihres Vorsprungs aus Lauf eins, und Keisinger freute sich diebisch über Bronze. Freilich: Ein Königssee-Sieg vor der Familie, Freunden und Fans steht auf seiner Wunschliste damit weiterhin ziemlich weit oben. Somit hat er eines noch ganz sicher: Viele Ziele.

Der „Keisi“ hat einiges ausprobiert, ehe er zum Skeleton-Sport kam: Judo, Langlaufen – „aber da fehlte mir auf Dauer der Adrenalinkick“. Über Landestrainer Peter Meyer kam er 2011 erstmals „ernsthaft“ zur Kunsteisbahn – die er vom Garten seines Elternhauses sehen kann –, weil […]

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„Sportlerin des Jahres“: Skeleton-Weltmeisterin Tina Hermann und ihre unbeschreibliche Freude an ihrem Sport 

von |Juni 2nd, 2020|

„145 km/h? Ich finde das total schön“
Februar 2020. Sigulda. Tina Hermanns Zeit leuchtet Rot. Das macht nichts, sie muss „nur“ vor Teamkollegin Jacqueline Lölling ankommen, um die so begehrte Gesamt-Weltcup-Kugel zu holen. Die Teamkollegin liegt zu diesem Zeitpunkt „nur“ auf Platz 6. Hermanns Zwischenzeiten weisen einen Podestplatz aus. Noch zwei Kurven. Da passiert‘s: Sie gerät in Kurve 15 gefährlich hoch an die obere Bahn-Begrenzung, kommt auch zu hoch aus ihr raus, erhält eine harte Bande links, kippt nach rechts. Die an diesem Tag noch 27-Jährige liegt neben ihrem Schlitten, lässt ihn aber nicht los, schlittert übers Eis, kommt irgendwie wieder drauf, auf ihr so schwer zu händelndes Sportgerät. Die Geschwindigkeit ist weg. Sie erreicht das Ziel. Die Zeit leuchtet Rot. Platz 15 am Ende. Alles aus.

Während der rauschenden Fahrt durch den Eiskanal nahe der lettischen Kleinstadt am Ostufer der Gauja wusste die Skeleton-Pilotin vom WSV Königssee – von der Sport-Gala-Jury neben Snowboarderin Ramona Hofmeister (ihr Portrait veröffentlichten wir letzte Woche) zur „Sportlerin des Jahres“ gewählt – nicht, dass sie sich gerade dem Gesamt-Weltcupsieg näherte: Ich sitze vor den Rennen nicht über einem Taschenrechner“. Sie konzentriere sich voll und ganz auf ihre Aufgabe, um bestmöglich vorbereitet zu sein. „Im Ziel sehe ich dann schon, was rausgekommen ist.“ Die ganze Saison 2019/20 führte Tina Hermann die Gesamt-Weltcup-Reihung der Damen nicht ein einziges Mal an. Doch in diesem letzten „normalen“ Rennen – eine Woche später folgte noch die WM – raste sie plötzlich unverhofft der großen Kristallkugel entgegen. Der Grund: Jacqueline Lölling lieferte Augenblicke zuvor ihr „schlechtestes Saisonrennen“ ab, wie sie im Anschluss zugab. Nun musste Tina Hermann „eigentlich nur noch“ vor ihrer Teamkollegin landen. Das ging schief, gründlich. Möglicherweise störende Gedanken an einen derart großen Sieg, den sie […]

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„Volles Risiko – etwas anderes gibt es bei mir nicht“

von |Mai 25th, 2020|

„Sportlerin des Jahres“: Ramona Hofmeister rockte den Snowboard-Winter – „Eine große Ehre“
Das Kleid wäre in diesem Jahr Silber gewesen – nach Blau 2018 und Rot im Mai 2019: Snowboarderin Ramona Hofmeister wurde von der Sport-Gala-Jury zum dritten Mal in Folge zur „Sportlerin des Jahres“ gewählt – erneut gemeinsam mit Skeleton-Weltmeisterin Tina Hermann (deren Portrait erscheint in einer Woche). „Immer wieder eine große Ehre“, sagt die 23-Jährige. „Wir haben hier in Berchtesgaden so viele herausragende Sportlerinnen und Sportler, daher sehe ich es ganz und gar nicht als selbstverständlich an, immer wieder da oben auf der Bühne stehen zu dürfen.“ Jury-Präsident Wasti Rasp & Co. kamen einmal mehr nicht an der schnellen Dame vom WSV Bischofswiesen vorbei. Schließlich holte sie in der abgelaufenen und Corona-bedingt vorzeitig abgebrochenen Saison den großen Parallel-Weltcup-Gesamt- und dazu den Riesenslalom-Disziplinen-Sieg – beide mit riesigen Vorsprüngen. Und somit stehen nun zwei der prächtigen Kristallglas-Preise auf ihrem Fensterbrett im Wohnzimmer. Davor liegen drei Medaillen: Zwei in Gold, eine in Silber – denn im Slalom-Weltcup wurde Ramona Hofmeister hinter Julie Zogg (Schweiz) zudem noch Zweite.

Zwei Sport-Bilder hängen an der Wand: Vom WM-Juniorentitel 2016, errungen in Rogla, Slowenen. Also an jenem Ort, an dem sie sich drei Jahre später bei einem Trainingssturz eine schwere Schulterverletzung zuziehen sollte. Einen Tag nach ihrem 23. Geburtstag operierte Dr. med. Frank Martetschläger (Deutsches Schulterzentrum der ATOS-Klinik München) 2019 das lädierte Gelenk und brachte es perfekt wieder hin. „Ich bin Beschwerde-frei“, freut sich die Sportlerin. Ist doch gerade die Schulter eine komplexe Angelegenheit, die – wenn erstmal gestört – ein ganzes Leben lang Probleme bereiten kann. Das zweite Foto zeigt Ramona, zweiter Vorname Theresia, mit ihren beiden Schwestern Sandra und Melanie, die sie auf den Schultern tragen. Im Hintergrund der Olympiahang […]

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Johannes Lochner vs. Francesco Friedrich

von |Mai 18th, 2020|

Die besondere Freundschaft zu Francesco Friedrich
Ist es Fluch oder Segen, für Hansi Lochner? Oder beides, mit Francesco Friedrich den aktuell besten Piloten der Welt nicht nur direkt vor der Nase, sondern auch noch im eigenen Team zu haben? „Schwierig“, sagt der Schönauer. „Weil wir in allem so unterschiedlich sind“. Somit verbiete sich der Vergleich. „Der Franz ist unglaublich akribisch, in seinem ganzen Tun, vor allem im Sport. Er kann Dinge, die ich nicht kann. Und er schafft es immer, auf den Punkt seine absolute Top-Leistung abzurufen. Darum ist er auch ein Vorbild für mich.“ Lochner fasziniert an Friedrich besonders: „Ihm scheint egal zu sein, was um ihn herum passiert. Er befindet sich im Tunnel, wenn es darauf ankommt. Das ist bei mir komplett anders.“

Johannes Lochner ist sicher nicht der schlechtere Pilot: „Aber ich muss mich wohlfühlen, bei mir muss das Umfeld stimmen. Wenn ich an einem Ort bin, der mir nicht taugt, dann geht meist nicht viel zusammen.“ Darum läuft es am Königssee – „das ist für mich wie Urlaub“ –, in St. Moritz oder Whistler immer super. Weil ich mich dort einfach sehr gerne aufhalte. Aufgrund des Drumherums, der Natur, den Menschen, das Essen. Wenn es wie daheim ist, alpenländisch, fühle ich mich wohl.

Wann das Visier des Helms heruntergeklappt ist, sagt Lochner, gibt es „mit dem Franz“ einen knallharten, aber stets fairen Kampf in der Bahn. „Sobald alles vorbei ist, sind wir Freunde. Er hat mich erst kürzlich zu seinem 30. Geburtstag (am 2. Mai/Anm. d. Red.) eingeladen, aber wegen der Ausgangsbeschränkungen konnte ich leider nicht hin“.

Francesco Friedrich könne immer einen raushauen: „Ich frage mich oft, woher er das nimmt. Seine Schnellkraft ist gewaltig, seine Technik sowieso, er besitzt perfekte Hebel und lenkt schnell […]

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„Mannschaft des Jahres“: Bobpilot Hansi Lochner mit seiner Crew – Karriere mit Auf und Ab‘s

von |Mai 18th, 2020|

„Königssee? Da steh ich mit einem breiten Grinser am Start“ 
Schönau am Königssee. „Ich fahr aus Spaß Bob. Natürlich will ich immer gewinnen. Wenn andere aber besser sind, sind sie eben besser.“ Daheim hat er genug zu tun, sagt Hansi Lochner, im Betrieb der Eltern. „Und außerdem studiere ich Elektrotechnik in München, da muss jetzt mal was vorangehen. Ich will meine Masterarbeit schreiben. Und irgendwann sollte ich vielleicht eine eigene Familie gründen“, meint der, der sich mit erst 29 schon als „alten Mann“ bezeichnet, im Gespräch mit dem „Berchtesgadener Anzeiger“. Gerade liegt die Steuer auf dem Schreibtisch, und fürs Studium ist „in dieser komischen Corona-Zeit“ ebenfalls viel Raum und reichlich geschenkte Zeit: „Aber langweilig ist mir schon auch mal, in diesen Tagen“, sagt er und dehnt seinen Körper mit einem tiefen Seufzer: Einen Tag vor dem Interview begann wieder das „richtige Training“ – da meldet sich immer erstmal der Muskelkater.

Die Sport-Gala-Jury hat den Lochner Hansi mit seiner Crew zum zweiten Mal nach 2017 – damals im Rahmen der 1. Sport-Gala – zur „Mannschaft des Jahres“ gekürt. „Ich freu mich schon auf den schönen Preis vom Heinz Quittenbaum, der einer meiner Sponsoren ist“. Dass die Übergabe noch ein Jahr entfernt ist, stört den Bob-Mann aus der Schönau nicht sonderlich: „Das läuft uns nicht weg“.

Die erste Bobfahrt ließ auf sich warten: Lochner stieg 2010, also mit 20 Jahren, das erste Mal in einen Schlitten, einen Vierer. An den Lenkseilen saß Matthias Böhmer. Ebenso das erste Mal. „Hätte ich das gewusst, wär ich da nicht eingestiegen – und heute nicht selbst Pilot“, lacht der 2017-Weltmeister. „Schaust halt mal zum Sanktjohanser“, hatte Lochners Onkel Rudi, einst selbst mit Olympia-Silber dekoriert, zum Hansi gemeint. Der klingelte an der Bahn, die keine […]

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Sport-Gala 2020: „Wenn die Anja einen Spruch raushaut, ist die Nervosität weg“ – Lukas Nydegger seit dem 11. Lebensjahr Skeleton-Pilot

von |Mai 11th, 2020|

Schönau am Königssee. Medaillen-Konkurrent Elvis Veinbergs aus Lettland war unmittelbar vor ihm gestartet. Er zeigte, dass die Bahn schnelle Zeiten zulässt und legte vor. Nach durchwachsenen Trainingsläufen musste Lukas Nydegger nun liefern. Er tat es: Platz 1. Es war YOG-Zeit, tolle Tage in der Schweiz – die Olympischen Spiele für den Wintersport-Nachwuchs. Schauplatz Lausanne. Die Kufensportler traten in Celerina an, oberhalb von St. Moritz, auf der sagenhaften Natureisbahn, die jeden Winter ein wenig anders „steht“, weil sie noch „von Hand modelliert“ wird. 50 Prozent seiner Aufgabe hatte der Schönauer also schon mal perfekt erledigt, 74 Hundertstel Vorsprung auf Veinbergs.

Lukas David Nydegger, so sein vollständiger Name, kam in Filderstadt zur Welt, mitten in Baden-Württemberg. Bevor es ins Berchtesgadener Land ging, lebte er mit seiner Familie in Ingolstadt und spielte Baseball. Das ging am Königssee nicht mehr. Darum begann der sportlich vielseitig Interessierte, an Skirennen teilzunehmen. „Als ich dann am Königssee das erste Mal Rodel- und Skeletonrennen sah, war ich sofort begeistert“, erzählt er. Der Skeleton-Sport wurde in der Schule vorgestellt, seit 2012 besucht Lukas das CJD-Gymnasium. Mutig, mit erst elf Jahren, besuchte er damals ein Schnuppertraining und legte sich in der Königssee-Geraden oberhalb des Kreisels mit dem Kopf voraus auf einen Schlitten. Und sofort fand er Gefallen daran. Im Winter drauf warf sich Lukas Nydegger schließlich bei Coach Steffen Rothacker regelmäßig in die Bahn – und blieb dabei. Im Team von Bundestrainerin Anja Selbach wuchs er mittlerweile zu einem der besten Piloten der Junioren-Garde heran.

Vor dem zweiten, dem entscheidenden YOG-Durchgang in St. Moritz, war der Schüler keine Spur nervöser als zuvor. „Wenn ich aufgeregt bin, gehe ich zu meiner Trainerin Anja. Sie haut dann einen Spruch raus – und schlagartig bin ich es nicht mehr. Außerdem […]

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Sport-Gala 2020: „Aufsteiger des Jahres“: Das Skeleton-Team von Trainerin Anja Selbach – Eine Saison wie aus einem Guss

von |Mai 11th, 2020|

Berchtesgaden. „So wenige Probleme wie heuer, und das in allen Altersklassen, hatten wir noch nie“, freut sich Anja Selbach, Bundestrainerin des Skeleton-Nachwuchses am Stützpunkt Berchtesgaden. Die Sport-Gala-Jury wählte sie und ihr Team zu den „Aufsteigern des Jahres“. Der Preis wird 2021 im Rahmen des heuer abgesagten Festabends übergeben.

„Es war eine Saison wie aus einem Guss“, lobt Anja Selbach ihre Jugendlichen. Das Team wuchs über die Jahre zusammen, eine eingeschworene Gemeinschaft. 2015 übernahm Anja, bekannter unter ihrem Mädchennamen Huber und selbst Bronze-Olympiamedaillen-Gewinnerin 2010 in Vancouver, als Nachwuchscoach die Trainingsgruppe der damals 13- bis 16-Jährigen. Heute sind ihre Pilotinnen und Piloten alle um die 18 und werden ihr fast ein wenig unheimlich: „Wir haben kürzlich die Saison ausgewertet und bilanziert. Die Titelsammlung ist gewaltig, auf nationaler wie auf internationaler Ebene. Unsere jungen Sportler sind viel weiter, als sie in diesem Alter normalerweise sind. Denn wir müssen uns ja immer vor Augen führen, welche Doppelbelastung die jungen Leute mit Sport und Schule hier täglich bewältigen. Jetzt kommt bei vielen auch noch der Schulabschluss dazu, obendrein unter diesen außergewöhnlichen Belastungen der Corona-Krise.“ Deshalb gab es mehr Top-Platzierungen, als sich Anja Selbach vorab erhofft und gewünscht hatte: „Freilich trainieren wir alle darauf hin, aber dass sich das dann alles derart positiv einstellt – damit konnte und durfte niemand wirklich rechnen.“

Und deshalb möchte die Trainerin niemanden explizit aus ihrem Team herausheben. Nicht einmal Lukas Nydegger, der mit der Gold-Medaille bei den Youth Olympic Games (YOG) im Januar auf der Naturbahn in St. Moritz-Celerina den auf dem Papier größten Erfolg einfuhr. Der bald 18-Jährige startete jüngst in seiner erst zweiten Europacup-Saison und gewann das Rennen in Winterberg, den zweiten Podestplatz (2.) erreichte der Skeletoni des RC Berchtesgaden beim Heimrennen am Königssee. „Diese […]

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